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ADHS und Straßenverkehr

Aus ADHSpedia
(Weitergeleitet von Straßenverkehr)

Der Zusammenhang zwischen ADHS und Straßenverkehr, insbesondere dem Autofahren mit ADHS, wird seit Anfang der 1990er Jahre wissenschaftlich untersucht.[1] Menschen mit ADHS sind im Durchschnitt häufiger an Verkehrsunfällen beteiligt als Menschen ohne ADHS. Das zusätzliche Risiko ist nach heutigem Kenntnisstand aber deutlich kleiner als lange angenommen. Eine Metaanalyse von 16 Studien ergab ein relatives Unfallrisiko von 1,36 und unter Berücksichtigung der gefahrenen Strecke von 1,23. Dieser Wert entspricht dem von Fahrern mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.[2] Das Risiko ist zudem ungleich verteilt. Besonders hoch ist es bei Fahranfängern, bei stark ausgeprägten Symptomen und bei bestimmten Begleitstörungen, während viele Betroffene unauffällig fahren.[3][4][5]

Die Symptomatik wirkt sich beim Fahren vor allem über Unaufmerksamkeit aus, etwa durch Ablenkung und lange Blicke weg von der Fahrbahn. Impulsive Fahrfehler sind seltener.[6][7][8] Stimulanzien verbessern in kontrollierten Studien die Fahrleistung, und in großen Registerstudien ereigneten sich in Zeiträumen mit medikamentöser Behandlung weniger Verkehrsunfälle als in Zeiträumen ohne.[9][10][11]

In Deutschland ist ADHS kein Ausschlussgrund für den Führerschein, die Fahrerlaubnis-Verordnung nennt die Störung nicht.[12][13] Wer ein ärztlich verschriebenes ADHS-Medikament bestimmungsgemäß einnimmt, darf Auto fahren, solange die Fahrtüchtigkeit dadurch nicht beeinträchtigt ist.[14][15]

Unfallrisiko

Frühe Studien und Metaanalyse

Eine 1993 veröffentlichte Nachbeobachtung von 35 Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit ADHS und 36 Kontrollpersonen im Alter von 16 bis 22 Jahren fand bei den Betroffenen mehr Unfälle, mehr Verletzte und mehr Strafzettel, vor allem wegen überhöhter Geschwindigkeit. Am stärksten gefährdet war die Untergruppe mit ausgeprägten Symptomen einer oppositionellen Verhaltensstörung oder einer Störung des Sozialverhaltens.[1] Aus dieser Studie von Russell Barkley und Kollegen wurde über zwei Jahrzehnte die Aussage abgeleitet, Fahrer mit ADHS hätten ein fast vierfaches Unfallrisiko.[2]

Der norwegische Verkehrsforscher Truls Vaa widersprach dem 2014 in einer Metaanalyse. Das stark erhöhte Risiko ging danach nicht auf die ADHS selbst zurück, sondern auf diese Begleitstörungen. In einer Stichprobe, in der die meisten Fahrer mit ADHS solche Begleitstörungen hatten, lag das relative Risiko bei 1,86. In einer Stichprobe ohne Begleitstörungen lag es bei 1,31 und war statistisch nicht signifikant. Über alle 16 Studien mit 32 Ergebnissen ergab sich ein relatives Risiko von 1,36 (95-%-Konfidenzintervall 1,18–1,57), nach Korrektur für Publikationsbias von 1,29 und unter Berücksichtigung der gefahrenen Strecke von 1,23 (1,04–1,46). Weil Fahrer mit ADHS meist mehr fahren als andere und die meisten Studien die Fahrleistung nicht erfasst hatten, hielt Vaa ein wahres relatives Risiko unterhalb von 1,23 für wahrscheinlicher als darüber.[2]

Neuere Kohortenstudien

Große Kohortenstudien der letzten Jahre bestätigen ein moderat erhöhtes Risiko:

Studie Daten Teilnehmende Ergebnis Quelle
Chang u. a. 2014 Schweden, nationale Register 2006–2009 17.408 Menschen mit ADHS Schwere Verkehrsunfälle (Notaufnahme oder Tod): Hazard Ratio 1,47 bei Männern und 1,45 bei Frauen [16]
Curry u. a. 2017 USA (New Jersey), Patientenakten verknüpft mit Führerschein- und Unfalldaten 2004–2014 2.479 junge Menschen mit und 15.865 ohne ADHS 42,8 % gegenüber 35,7 % der Führerscheininhaber hatten mindestens einen Unfall, Risiko für den ersten Unfall 1,36-fach [17]
Aduen u. a. 2018 USA, Fahrten ein bis zwei Jahre lang mit Messtechnik im Fahrzeug aufgezeichnet 3.226 Fahrer, davon 274 mit ADHS Unfallrate 1,46-fach (bei Depression 1,34-fach), je Punkt auf der Symptomskala 5 % mehr Unfälle [5]
Liu u. a. 2023 USA, Fahrer im Alter von 65 bis 79 Jahren, bis zu 44 Monate beobachtet 2.832 Fahrer, Lebenszeitprävalenz der ADHS 2,6 % Selbst berichtete Unfälle 1,74-fach, Strafzettel 2,02-fach, starke Bremsmanöver 1,07-fach [18]

Das Risiko steigt mit der Ausprägung der Symptome. In der Studie mit aufgezeichneten Fahrten verdoppelte es sich bei Fahrern, deren Symptomwerte nahe dem Höchstwert der Stichprobe lagen. Unfälle und Beinaheunfälle wurden dort über Sensoren im Fahrzeug erfasst und ohne Kenntnis der Diagnose ausgewertet.[5]

Auch deutsche Daten zeigen ein erhöhtes Risiko. In einer Mannheimer Untersuchung fuhren 27 Erwachsene mit ADHS mehr Kilometer im Jahr als 27 Kontrollpersonen, wurden häufiger von den Verkehrsbehörden registriert, zahlten häufiger Bußgelder und waren an mehr Unfällen beteiligt. Eine Hochrisikogruppe unter ihnen hatte jeweils drei bis sechs Unfälle.[19] Nach einer Übersichtsarbeit der Universitätsklinik Ulm verursachen Jugendliche und junge Erwachsene mit ADHS mehr als doppelt so häufig Verkehrsunfälle mit Kraftfahrzeugen wie Gleichaltrige.[20]

Eine systematische Übersichtsarbeit fand ein erhöhtes Unfall- und Verletzungsrisiko über die gesamte Lebensspanne. Art und Häufigkeit der Unfälle verändern sich dabei mit dem Alter.[21] Eine Auswertung deutscher Krankenkassendaten von 17.041 Erwachsenen mit ADHS ergab für Unfälle und unbeabsichtigte Verletzungen insgesamt, also nicht nur im Straßenverkehr, ein erhöhtes Risiko in allen Altersgruppen des Erwachsenenalters.[22] Zu älteren Fahrern siehe auch ADHS bei Senioren. Eine 2026 veröffentlichte Metaanalyse von vier Studien, die von Mitarbeitern eines Arzneimittelherstellers mitverfasst wurde, fand bei unbehandelten Fahrern mit ADHS eine um 93 % erhöhte Unfallchance gegenüber der allgemeinen Fahrerbevölkerung.[23]

Nicht alle Studien finden Unterschiede. In einer schwedischen Simulatorstudie fuhren 91 erfahrene Fahrer mit ADHS und 56 Kontrollpersonen nahezu gleich. Nur ihre eigene Konzentration schätzten die Betroffenen schlechter ein.[24] Eine Übersichtsarbeit kam zu dem Ergebnis, dass Menschen mit ADHS insgesamt ungünstigere Fahrergebnisse haben, aber nicht alle gleichermaßen betroffen sind. Einzelne kognitive Testwerte eigneten sich nicht, um besonders gefährdete Fahrer zu erkennen.[3]

Verkehrsverstöße und Fahrverhalten

Nach der Metaanalyse von Vaa erhalten Fahrer mit ADHS mehr Strafen wegen zu schnellen Fahrens, aber nicht mehr wegen Trunkenheit am Steuer oder rücksichtslosen Fahrens. Vaa vermutete, dass hohe Geschwindigkeit bei ihnen Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit anregt (siehe auch Sensation Seeking). Zugleich bemängelte er, dass die Unfallstudien nicht zwischen absichtlichen Regelverstößen und unbeabsichtigten Fahrfehlern unterscheiden.[2]

Eine Auswertung von 14.936 jungen Fahrern aus New Jersey zeigte bei Fahrern mit ADHS unabhängig vom Alter beim Führerscheinerwerb höhere Unfallraten, besonders im ersten Monat nach dem Erwerb (1,62-fach). Über vier Jahre war die Rate alkoholbedingter Unfälle 2,1-mal so hoch wie bei Fahrern ohne ADHS. Die Betroffenen fielen häufiger durch zu schnelles Fahren, fehlendes Anlegen des Sicherheitsgurts und die Nutzung elektronischer Geräte am Steuer auf, und ihnen wurde häufiger die Fahrerlaubnis vorübergehend entzogen. Im ersten Fahrjahr lag die Rate der Verstöße im Zusammenhang mit Alkohol oder Drogen 3,6-mal so hoch.[4] Zu den Folgen für die Lebenserwartung siehe Sterblichkeit bei ADHS.

Eine Auswertung von Fahrdaten aus dem Alltag untersuchte, welche Fahrmanöver selbst verschuldeten Unfällen und Beinaheunfällen vorausgingen. Fahrer mit selbst berichteter ADHS hatten davor häufiger unangemessen gebremst oder angehalten (Odds Ratio 4,89). Absichtlich aggressives oder rücksichtsloses Fahren kam dagegen nicht häufiger vor. Die Autoren schließen daraus, dass die unsicheren Manöver eher unbeabsichtigt in Situationen entstehen, die viel Urteilsvermögen verlangen.[25]

In einer Befragung von 59 Studierenden berichteten Teilnehmende mit vielen ADHS-Symptomen mehr Ärger beim Fahren. Sie äußerten diesen Ärger feindseliger und aggressiver, fuhren nach eigenen Angaben riskanter und hatten mehr unfallbezogene Ereignisse.[26] Zur Rolle der Gefühlsregulation siehe Affektlabilität.

Alkohol und andere Substanzen

Alkohol verstärkt die Beeinträchtigungen. In einem Simulatorexperiment ähnelte das Fahrverhalten nüchterner Erwachsener mit ADHS dem von Kontrollpersonen mit einer Blutalkoholkonzentration im Bereich der in den USA geltenden Grenze. Kennzeichen waren ein stärkeres Schwanken in der Spur, abrupteres Lenken und ein ungleichmäßigeres Tempo. In einem zweiten Experiment verschlechterte Alkohol die Leistung beider Gruppen, wobei die Fahrer mit ADHS bei jeder Dosis schlechter fuhren. Die Autoren halten deshalb bei ADHS eine erhebliche Beeinträchtigung schon unterhalb der gesetzlichen Promillegrenze für möglich.[27]

In einer deutschen Untersuchung von 467 Teilnehmern an Kursen zur Wiedererlangung der Fahreignung, die überwiegend durch Alkohol- oder Drogendelikte im Straßenverkehr aufgefallen waren, war eine problematische Ausprägung von ADHS-Symptomen bis zu 2,5-mal wahrscheinlicher als in einer bevölkerungsrepräsentativen Vergleichsgruppe von 1.845 Personen.[13] Suchterkrankungen erhöhen das Unfall- und Verletzungsrisiko bei ADHS zusätzlich.[21] Siehe auch Sucht und Cannabis und ADHS.

Einfluss der Symptomatik

Unaufmerksamkeit und Ablenkung

Bei Straßenfahrten mit Jugendlichen mit ADHS, die von einem Beobachter auf dem Rücksitz bewertet wurden, kamen impulsive Fahrfehler wie das Schneiden anderer Fahrzeuge selten vor. Häufiger waren Fehler aus Unaufmerksamkeit, etwa das Verpassen einer Abzweigung.[6] Als wichtiger Mechanismus gelten lange Blicke weg von der Fahrbahn. Blicke von zwei Sekunden oder länger tragen zum Unfallrisiko bei und sind deshalb Ansatzpunkt von Trainingsprogrammen (siehe unten).[7]

Nach einer Auswertung der großen Studie mit aufgezeichneten Fahrten wird das erhöhte Risiko teilweise durch eine schwächere willentliche Steuerung der Aufmerksamkeit vermittelt. Probleme mit der Daueraufmerksamkeit oder der Impulshemmung, die häufig als Ursache angenommen werden, erklärten den Zusammenhang dagegen nicht.[8]

Ablenkung wirkt sich bei ADHS besonders ungünstig aus. In einer Simulatorstudie mit 16- und 17-Jährigen (28 mit und 33 ohne ADHS) schwankten die Jugendlichen mit ADHS stärker in Geschwindigkeit und Spurhaltung. Das Schreiben von Textnachrichten verschlechterte die Fahrleistung aller Teilnehmenden und verstärkte die bestehenden Beeinträchtigungen der Jugendlichen mit ADHS.[28]

Impulsivität und exekutive Funktionen

Bei 179 Jugendlichen mit ADHS sagten mehr Fehlreaktionen in einer Go/No-Go-Aufgabe, einem Maß für die Impulskontrolle, mehr lange Blicke abseits der Fahrbahn und eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit im Fahrsimulator voraus. Schwächere exekutive Funktionen nach Einschätzung der Eltern gingen mit stärkerem Schwanken in der Spur einher.[29]

Depression und Müdigkeit

Depressionen gingen in der Studie mit aufgezeichneten Fahrten mit einem ähnlich erhöhten Unfallrisiko einher wie ADHS. Die Autoren führen dies teilweise auf die Konzentrationsprobleme zurück, die bei beiden Störungen auftreten.[5] Schlafprobleme und Tagesmüdigkeit sind bei ADHS häufig (siehe ADHS und Schlaf und Müdigkeit und ADHS). Müdigkeit am Steuer war in einer Metaanalyse mit einer um 162 % erhöhten Unfallchance verbunden.[23]

Medikamentöse Behandlung

Die medikamentöse Behandlung ist der am besten untersuchte Ansatz zur Verbesserung der Fahrsicherheit bei ADHS. Beobachtungsstudien vergleichen reale Unfälle in Zeiträumen mit und ohne Medikation, experimentelle Studien messen die Fahrleistung im Simulator oder im Straßenverkehr.

Unfallrisiko unter Medikation

In der schwedischen Registerstudie wurden Zeiträume mit und ohne Medikation bei denselben Personen verglichen. Bei Männern war die Medikation mit einem um 58 % geringeren Risiko schwerer Verkehrsunfälle verbunden (Hazard Ratio 0,42), bei Frauen war der Zusammenhang nicht statistisch signifikant. Die Autoren schätzten, dass 41 bis 49 % der Unfälle der Männer mit ADHS bei durchgehender Behandlung vermeidbar gewesen wären.[16]

Eine US-amerikanische Studie mit Versicherungsdaten von 2.319.450 Patienten mit ADHS nutzte dasselbe Prinzip. In Monaten mit Medikation lag das Risiko, wegen eines Verkehrsunfalls in einer Notaufnahme behandelt zu werden, bei Männern um 38 % und bei Frauen um 42 % niedriger als in Monaten ohne Medikation. Die Ergebnisse waren in allen Altersgruppen und in mehreren Sensitivitätsanalysen ähnlich, auch langfristig zeigte sich ein Zusammenhang. Nach Schätzung der Autoren wären bis zu 22,1 % der Unfälle bei durchgehender Behandlung vermeidbar gewesen.[10]

Eine 2025 veröffentlichte schwedische Studie bildete mit Registerdaten von 148.581 Menschen im Alter von 6 bis 64 Jahren eine randomisierte Studie nach (Target-Trial-Emulation). Wer innerhalb von drei Monaten nach der Diagnose eine Medikation begann, meist mit Methylphenidat, hatte in den folgenden zwei Jahren eine um 12 % niedrigere Rate erster Verkehrsunfälle (Inzidenzratenverhältnis 0,88) und eine um 16 % niedrigere Rate wiederholter Verkehrsunfälle (0,84).[11] Nach einer Übersichtsarbeit mit Metaanalyse sprechen die meisten großen Register- und Datenbankstudien für einen schützenden Effekt der Medikation auf Unfälle, Verletzungen und Verkehrsunfälle.[30] Die Medikation schien in allen Altersgruppen ähnlich wirksam zu sein, direkte Vergleiche zwischen Altersgruppen fehlen allerdings noch.[21]

Einzelne Studien kommen zu anderen Ergebnissen. In der Studie mit aufgezeichneten Fahrten war das erhöhte Risiko bei Teilnehmenden, die ihre übliche ADHS-Behandlung erhielten, nicht geringer.[5] Bei 2.049 jugendlichen Fahrern aus Florida im Alter von 15 bis 20 Jahren gingen Zeiträume mit Medikation nicht mit weniger Unfällen oder Verkehrsverstößen einher, allerdings waren nur 67 Unfälle erfasst.[31] In einer dänischen Fall-Kontroll-Studie mit Daten von 130.000 Fahrern, die an Unfällen mit Personenschaden beteiligt waren, war die Einnahme von ADHS-Stimulanzien mit einem erhöhten Unfallrisiko verbunden (Odds Ratio 1,62, bei Alleinunfällen 1,95). Die Autoren weisen darauf hin, dass dieses Risiko auch auf die zugrunde liegende Erkrankung statt auf das Medikament zurückgehen kann.[32] Vergleiche zwischen Personen mit und ohne Medikation können dadurch verzerrt sein, dass sich die Gruppen etwa in der Schwere der Erkrankung unterscheiden. Studien, die dieselben Personen mit und ohne Medikation vergleichen, vermeiden diese Verzerrung weitgehend.[33]

Studien im Fahrsimulator und im Straßenverkehr

Bereits im Jahr 2000 fand eine kleine placebokontrollierte Studie bei sieben jungen Männern mit ADHS im Simulator unter Placebo schlechtere Leistungen als bei Kontrollpersonen und eine signifikante Verbesserung unter Methylphenidat.[34] Eine systematische Übersicht von 15 randomisierten kontrollierten Studien kam 2014 zu dem Ergebnis, dass Stimulanzien in therapeutischer Dosierung die Fahrleistung im Simulator und im Fahrzeug im Allgemeinen verbessern, am deutlichsten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. OROS-Methylphenidat schnitt besser ab als Placebo, keine Medikation oder retardierte Amphetaminsalze. Unretardiertes Methylphenidat wirkte tagsüber ähnlich gut, verlor seine Wirkung aber am Abend. Für Lisdexamfetamin lagen zwei positive Studien an derselben Stichprobe vor, die Ergebnisse zu Atomoxetin waren widersprüchlich. Eine Verschlechterung der Fahrleistung durch Stimulanzien oder Atomoxetin in therapeutischer Dosis fand sich insgesamt nicht.[9]

In einer niederländischen Studie fuhren 18 Erwachsene mit ADHS, die zuvor gut auf Methylphenidat angesprochen hatten, jeweils 100 Kilometer im normalen Straßenverkehr, 1,5 Stunden nach Einnahme ihrer üblichen Dosis (im Mittel 14,7 mg) oder eines Placebos. Unter Methylphenidat schwankte das Fahrzeug signifikant weniger in der Spur.[35] Bei zwölf männlichen Jugendlichen, die mit und ohne retardiertes Methylphenidat eine rund 26 Kilometer lange Strecke im eigenen Auto fuhren, sank die Zahl der Fehler aus Unaufmerksamkeit unter Medikation von 7,8 auf 4,6.[6] Bei 53 Erwachsenen verbesserte eine Einzeldosis von 20 mg Methylphenidat im Simulator unter anderem die Lenkstabilität, eine Dosis von 10 mg den Gebrauch des Blinkers. Übungseffekte über die Sitzungen hinweg könnten weitere Wirkungen überdeckt haben.[36]

In einer placebokontrollierten Studie mit 61 jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 26 Jahren führte eine sechswöchige Behandlung mit Lisdexamfetamin zu schnelleren Reaktionen auf unerwartete Ereignisse und zu weniger Kollisionen im Simulator.[37] Eine Metaanalyse von 21 placebokontrollierten Studien zu Methylphenidat bei Erwachsenen fand für Fahrtests einen kleinen, aber signifikanten Vorteil (Effektstärke g = 0,22), zugleich aber Hinweise auf Publikationsbias.[38] In der Mannheimer Untersuchung verbesserte eine mindestens sechswöchige Behandlung mit Methylphenidat die fahrrelevante Informationsverarbeitung, etwa die visuomotorische Koordination unter Belastung und die visuelle Daueraufmerksamkeit.[19] In einer Crossover-Studie mit 44 jungen Erwachsenen, an der Mitarbeiter von Pharmaunternehmen beteiligt waren, wirkten ein mehrschichtiges retardiertes Methylphenidat-Präparat und Lisdexamfetamin bis 15 Stunden nach der Einnahme gleichwertig auf die Fahrleistung im Simulator.[39]

Zu Atomoxetin gibt es weniger und uneinheitliche Befunde. In einer Pilotstudie mit 18 Erwachsenen verbesserten sich unter Atomoxetin die Selbsteinschätzungen des Fahrverhaltens, nicht aber die Einschätzungen durch andere und die Leistungen im Simulator.[40]

Tageszeit, Wirkdauer und Rebound

Für die Fahrsicherheit kommt es darauf an, ob die Medikation zum Zeitpunkt der Fahrt wirkt. Behandelnde sollten deshalb darauf achten, dass die Wirkung die üblichen Fahrzeiten abdeckt und sich das Fahren beim Nachlassen der Wirkung nicht verschlechtert.[41] Wie lange ein Präparat wirkt, hängt von seinem Spiegelverlauf ab, siehe auch Retardmedikament.

In einer Pilotstudie mit sechs männlichen Jugendlichen verschlechterte sich die Fahrleistung im Simulator unter dreimal täglich eingenommenem unretardiertem Methylphenidat ab 20 Uhr, während sie unter einmal täglich eingenommenem OROS-Methylphenidat bis 23 Uhr stabil blieb.[42] In einer Crossover-Studie mit 35 Jugendlichen, die um 17, 20 und 23 Uhr im Simulator fuhren, verbesserte OROS-Methylphenidat (72 mg) die Fahrleistung gegenüber Placebo und gegenüber retardierten gemischten Amphetaminsalzen (30 mg, vgl. Adderall). Diese unterschieden sich nicht signifikant von Placebo. Unter OROS-Methylphenidat kamen die Jugendlichen seltener von der Straße ab, fuhren seltener zu schnell und bremsten seltener unangemessen.[43]

Eine Folgestudie mit 19 männlichen Jugendlichen untersuchte einen möglichen Rebound-Effekt 16 bis 17 Stunden nach der Einnahme um 8 Uhr. In der Gruppenauswertung verschlechterte keines der beiden Präparate die Leistung im Simulator gegenüber Placebo. Bei einer Straßenfahrt um Mitternacht traten unter retardierten Amphetaminsalzen jedoch mehr Fehler aus Unaufmerksamkeit auf als unter Placebo, und die Streuung der Fahrleistung war um rund 300 % größer als unter OROS-Methylphenidat.[44]

Nebenwirkungen

Die Fachinformation von Medikinet adult nennt Schwindel, Schläfrigkeit, Sehstörungen wie Akkommodationsschwierigkeiten, Doppeltsehen und verschwommenes Sehen sowie Halluzinationen als mögliche Nebenwirkungen und stuft den Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit als mäßig ein.[45] Auch für Elvanse wird ein mäßiger Einfluss angegeben. Patientinnen und Patienten sollen danach vor diesen Wirkungen gewarnt werden und beim Auftreten nicht fahren.[46]

Rechtliche Situation in Deutschland

Fahreignung

Die Anlage 4 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) listet häufiger vorkommende Erkrankungen und Mängel auf, welche die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen beeinträchtigen oder ausschließen können. ADHS ist dort nicht aufgeführt.[12][13] Die Bewertungen der Anlage gelten für den Regelfall, Kompensationen etwa durch Gewöhnung oder besondere Verhaltenssteuerung sind ausdrücklich möglich.[12] Wer sich infolge körperlicher oder geistiger Beeinträchtigungen nicht sicher im Verkehr bewegen kann, darf nach § 2 Abs. 1 FeV nur am Verkehr teilnehmen, wenn Vorsorge getroffen ist, dass er andere nicht gefährdet.[47] Werden Tatsachen bekannt, die Bedenken gegen die Eignung begründen, kann die Fahrerlaubnisbehörde ein ärztliches Gutachten anordnen (§ 11 FeV).[48]

Nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts München von 2022 ist die Aufforderung, wegen einer einfachen Aufmerksamkeitsstörung ein ärztliches Gutachten vorzulegen, grundsätzlich nur zulässig, wenn Verstöße gegen Verkehrsvorschriften bekannt geworden oder fahreignungsrelevante Ausfallerscheinungen aufgetreten sind. Ein statistisch erhöhtes Risiko allein reichte dem Gericht nicht aus.[49]

Medikamente und Fahreignung

Für die Fahreignung bei Einnahme von Arzneimitteln ist Nummer 9 der Anlage 4 maßgeblich. Die Einnahme von Betäubungsmitteln schließt die Eignung danach aus (Nr. 9.1). Bei einer Dauerbehandlung mit Arzneimitteln entfällt die Eignung dagegen nur, wenn die Leistungsfähigkeit zum Führen von Kraftfahrzeugen unter das erforderliche Maß beeinträchtigt ist (Nr. 9.6.2).[12] Das Verwaltungsgericht Düsseldorf wandte diese Regel 2023 auf die ordnungsgemäße Dauerbehandlung mit dem amphetaminhaltigen Elvanse an. Den Eilantrag eines Fahrers, dem die Fahrerlaubnis entzogen worden war, lehnte es trotzdem ab, weil ohne gaschromatographische Untersuchung der Blutprobe nicht sicher feststand, ob das nachgewiesene Amphetamin nur aus dem Medikament stammte.[15] Das Verwaltungsgericht Koblenz bestätigte 2022 im Eilverfahren die Entziehung der Fahrerlaubnis eines mit Elvanse behandelten Fahrers, bei dem Polizeibeamte unter anderem geweitete, lichtstarre Pupillen, Zittern und Unruhe festgestellt hatten. Die ärztliche Verordnung sei für die Frage der Fahreignung nicht entscheidend.[50]

Ordnungswidrigkeiten nach § 24a StVG

§ 24a des Straßenverkehrsgesetzes ahndet das Führen eines Kraftfahrzeugs unter Alkohol (ab 0,5 Promille), unter Tetrahydrocannabinol (THC, ab 3,5 ng/ml im Blutserum) und unter der Wirkung bestimmter berauschender Mittel mit einer Geldbuße von bis zu 3.000 Euro. Eine solche Wirkung liegt bereits vor, wenn eine in der Anlage zu § 24a genannte Substanz im Blut nachgewiesen wird.[14][51] Die Anlage nennt unter anderem Amfetamin, Metamfetamin, Cocain und Morphin. Cannabis ist dort seit der Reform von 2024 nicht mehr aufgeführt.[52][51]

Methylphenidat steht nicht in der Anlage. Bei Einnahme von Lisdexamfetamin wird dagegen Amphetamin im Blut nachgewiesen, und Drogenschnelltests fallen positiv aus.[49][15] In einer Laborstudie reagierten zwei gängige Amphetamin-Suchtests nicht mit Methylphenidat.[53]

Keine Ordnungswidrigkeit liegt vor, wenn die Substanz aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels herrührt (§ 24a Abs. 4 StVG, sogenannte Medikamentenklausel). Eine nicht verschriebene Einnahme, etwa im Rahmen einer Selbstmedikation, ist davon nicht erfasst.[14] Das Oberlandesgericht Hamm betonte 2026, dass die Klausel wegen ihres Missbrauchspotenzials eng auszulegen ist und eine Strafbarkeit nach § 316 StGB nicht ausschließt. Für mit medizinischem Cannabis behandelte Patientinnen und Patienten gilt sie entsprechend für den THC-Grenzwert.[54]

§ 24a StVG verlangt nicht, einen Nachweis über die Verschreibung mitzuführen.[14] Eine Kopie des Rezepts, eine ärztliche Bescheinigung oder ein ADHS-Ausweis können bei Kontrollen aber helfen, die Herkunft eines nachgewiesenen Wirkstoffs zu belegen (siehe Anwendungsbereiche ADHS-Ausweis).

Strafrecht

Unabhängig von § 24a StVG macht sich nach § 316 des Strafgesetzbuchs strafbar, wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, es sicher zu führen. Die Vorschrift gilt für alle Fahrzeuge, also auch für Fahrräder.[55] Werden dabei Leib oder Leben anderer Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, kommt eine Gefährdung des Straßenverkehrs nach § 315c StGB in Betracht. Diese Vorschrift erfasst auch Fahrunsicherheit infolge geistiger oder körperlicher Mängel.[56] Wer wegen einer solchen Tat mit einem Kraftfahrzeug verurteilt wird, ist nach § 69 StGB in der Regel als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen anzusehen, und das Gericht entzieht die Fahrerlaubnis.[57]

Im Ausland gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Zur Mitnahme von Medikamenten auf Reisen siehe Mitnahme ADHS-Medikamente (Schengenraum) und Mitnahme ADHS-Medikamente (International).

Fahranfänger und Training

Jugendliche mit ADHS erwerben den Führerschein seltener und später. In der Studie aus New Jersey war die Wahrscheinlichkeit, sechs Monate nach Erreichen des Mindestalters einen Führerschein zu besitzen, um 35 % geringer als bei Gleichaltrigen ohne ADHS. Nur 12,1 % der Betroffenen hatten in den 30 Tagen vor dem Führerscheinerwerb ein ADHS-Medikament verschrieben bekommen.[17] Besonders hoch ist das Unfallrisiko in den ersten Monaten nach dem Erwerb.[4] Ein späterer Führerscheinerwerb geht nach bisherigen Erkenntnissen nicht mit besseren Fahrergebnissen einher. Das US-amerikanische Programm STEER (Supporting a Teen’s Effective Entry to the Roadway), das Jugendliche mit ADHS und ihre Eltern beim Einstieg ins Autofahren begleitet, wurde in einer randomisierten Studie mit 172 Jugendlichen untersucht.[58]

Eine Übersichtsarbeit bemängelte 2009, dass die Aufklärung Jugendlicher mit ADHS über ihr erhöhtes Risiko, Verhaltensempfehlungen und die Rechtslage in der klinischen Praxis oft vernachlässigt werde.[20] Behandelnde Ärztinnen und Ärzte sollten das Thema Führerschein und Straßenverkehr deshalb von sich aus ansprechen.[59] Siehe auch Psychoedukation.

Ein computergestütztes Training, das Jugendlichen mit ADHS lange Blicke weg von der Fahrbahn abgewöhnen soll (Focused Concentration and Attention Learning, FOCAL+), wurde 2022 in einer randomisierten Studie mit 16- bis 19-Jährigen geprüft. Nach dem Training kamen die Teilnehmenden im Simulator auf 16,5 lange Blicke pro Fahrt nach einem Monat und 15,7 nach sechs Monaten, in der Kontrollgruppe mit erweitertem herkömmlichem Fahrunterricht auf 28,0 und 27,0. Auch die Spurhaltung verbesserte sich. Im realen Straßenverkehr lag die Rate von Kollisionen und Beinahekollisionen pro aufgezeichnetem Ereignis mit abrupter Geschwindigkeits- oder Richtungsänderung im Jahr nach dem Training bei 3,4 % gegenüber 5,6 % (relatives Risiko 0,60).[7]

Eine Pilotstudie mit zehn männlichen Jugendlichen deutet darauf hin, dass ein Schaltgetriebe die Aufmerksamkeit und das Fahrverhalten im Simulator gegenüber einer Automatik verbessern kann. Die Autoren halten eine Bestätigung durch weitere Studien für nötig.[60] Nach Einschätzung der Autoren einer Auswertung von Alltagsfahrten könnten Fahrerassistenzsysteme wie die Erkennung vorausfahrender Objekte oder Warnungen vor zu hoher Kurvengeschwindigkeit für Fahrer mit ADHS besonders hilfreich sein.[25]

Kinder und Jugendliche als Fußgänger

Kinder und Jugendliche mit ADHS verletzen sich häufiger unbeabsichtigt, nicht nur im Straßenverkehr. Eine Metaanalyse von 28 Studien ergab eine Odds Ratio von 1,53. In Studien, die Zeiträume mit und ohne Medikation bei denselben Personen verglichen, war die Medikation mit einem geringeren Verletzungsrisiko verbunden.[33] Eine systematische Übersicht zu Fußgängern mit neurologischen Entwicklungsstörungen fand Hinweise auf ein erhöhtes Verletzungsrisiko bei ADHS, möglicherweise weil Betroffene beim Überqueren schlechter einschätzen, ob eine Lücke im Verkehr ausreicht. Vermittelt wird dieses Risiko womöglich eher durch Defizite der exekutiven Funktionen als durch die ADHS-Symptomatik selbst.[61]

In einer Studie mit virtuellen Straßenüberquerungen überquerten 8- bis 12-jährige Kinder mit ADHS die Straße häufiger unsicher als Gleichaltrige, besonders bei komplexem Verkehr.[62] Eine weitere Studie mit 50 Kindern, in der die Kinder mit ADHS ohne Medikation teilnahmen, bestätigte das riskantere Überqueren. Unsicheres Überqueren hing dabei bei Kindern mit und ohne ADHS mit Defiziten der exekutiven Funktionen zusammen.[63] Jugendliche im Alter von 11 bis 16 Jahren mit ADHS zeigten in virtuellen Verkehrsszenarien mehr unbeabsichtigt riskantes Verhalten, etwa Abschweifen beim Überqueren oder Wegschauen, prüften aber auch sorgfältig beide Fahrtrichtungen, bevor sie die Straße betraten.[64]

Hinweise für die Praxis

Aus den Studien und der Rechtslage ergeben sich einige Hinweise:

  • Wirkdauer auf die Fahrzeiten abstimmen: Die Medikation sollte zu den üblichen Fahrzeiten wirken und beim Nachlassen die Fahrleistung nicht verschlechtern.[41] Bei abendlichen Fahrten schnitten lang wirksame Präparate in Studien besser ab als mehrmals täglich eingenommenes unretardiertes Methylphenidat.[42][9]
  • Nebenwirkungen beachten: Treten unter der Medikation Schwindel, Schläfrigkeit oder Sehstörungen auf, sollte nicht gefahren werden.[46]
  • Ablenkung vermeiden: Textnachrichten während der Fahrt verstärkten im Simulator die Beeinträchtigungen bei ADHS.[28]
  • Kein Alkohol am Steuer: Alkohol beeinträchtigt Fahrer mit ADHS zusätzlich.[27]
  • Nachweise mitführen: Eine Rezeptkopie oder ein ADHS-Ausweis ist nicht vorgeschrieben, kann bei Kontrollen aber Missverständnisse vermeiden.
  • Fahrpraxis und Training: Das Unfallrisiko ist kurz nach dem Führerscheinerwerb besonders hoch, gezieltes Training kann die Aufmerksamkeit auf die Fahrbahn verbessern.[4][7]

Forschungsstand

Die Studienlage ist umfangreich, aber methodisch uneinheitlich. Viele Studien erfassen die gefahrene Strecke nicht, stützen sich auf Selbstauskünfte oder untersuchen kleine Stichproben.[2][3] In Simulatorstudien können Übungseffekte die Wirkung von Medikamenten überdecken.[36][40] Beobachtungsstudien zur Medikation können Störfaktoren nicht vollständig ausschließen, und für Methylphenidat gibt es Hinweise auf Publikationsbias.[32][38] Mehrere Studien wurden von Arzneimittelherstellern mitverfasst.[39][23] Offen ist vor allem, welche Betroffenen besonders gefährdet sind und wie sich Risiko und Nutzen der Medikation in verschiedenen Lebensabschnitten unterscheiden.[3][21]

Siehe auch

Studien und wissenschaftliche Publikationen

Deutsch

  • Andrea G. Ludolph, Michael Kölch, Paul L. Plener u. a.: Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Straßenverkehr. Was gibt es in der Behandlung Jugendlicher mit ADHS zu beachten? In: Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie. Band 37, Nr. 5, 2009, S. 405–411, doi:10.1024/1422-4917.37.5.405, PMID 19739058 (PDF; 116 kB).
  • Jörg M. Fegert, Liliane Kistler Fegert: Teilnahme am Straßenverkehr und Psychopathologie bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In: Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie. Band 60, Nr. 1, 2012, S. 41–49, doi:10.1024/1661-4747/a000097 (PDF; 94 kB).
  • Sören Schmidt, Franz Petermann, Hans-Günter Kollra u. a.: Zum Zusammenhang von ADHS und Alkoholdelikten im Straßenverkehr. In: Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie. Band 61, Nr. 1, 2013, S. 45–49, doi:10.1024/1661-4747/a000139 (PDF; 112 kB).

Englisch

  • Daniel J. Cox, R. Lawrence Merkel, Boris Kovatchev u. a.: Effect of stimulant medication on driving performance of young adults with attention-deficit hyperactivity disorder: a preliminary double-blind placebo controlled trial. In: The Journal of Nervous and Mental Disease. Band 188, Nr. 4, 2000, S. 230–234, doi:10.1097/00005053-200004000-00006, PMID 10790000.
  • Anselm B. M. Fuermaier, Lara Tucha, Ben Lewis Evans u. a.: Driving and attention deficit hyperactivity disorder. In: Journal of Neural Transmission. Band 124, Suppl. 1, 2017, S. 55–67, doi:10.1007/s00702-015-1465-6, PMID 26419597, PMC 5281661 (freier Volltext).
  • Jeffery N. Epstein, Annie A. Garner, Adam W. Kiefer u. a.: Trial of Training to Reduce Driver Inattention in Teens with ADHD. In: The New England Journal of Medicine. Band 387, Nr. 22, 2022, S. 2056–2066, doi:10.1056/NEJMoa2204783, PMID 36449421, PMC 10929260 (freier Volltext).
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Einzelnachweise

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