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ADHS-Ausweis

Aus ADHSpedia
Der ADHS-Ausweis im Layout der fünften Auflage im Jahr 2026.

Beim ADHS-Ausweis handelt es sich um einen ADHS-Medikamente spezialisierten Betäubungsmittelausweis. Prinzipiell handelt es sich um ein Dokument, welches als Privaturkunde verschiedene rechtliche Schutzfunktionen erfüllen kann, darunter ein Schutz vor Strafverfolgung nach § 29 BtMG oder Funktionen, welche das Verhalten von Polizeibeamten in Kontrollen zu Gunsten des Patienten beeinflussen können. Die postulierten Schutzfunktionen wurden wissenschaftlich nachgewiesen.[1]

Einführung

Der ADHS-Ausweis ging zum ersten Mal Ende 2015 in Serie. Die erste Auflage lautete seinerzeit noch auf die Bezeichnung Psychopharmaka-Ausweis, erschien in einer Stückzahl von 4500 Exemplaren. Die ersten beiden Auflagen wurden nicht nur an Personen aus dem Gesundheitswesen, sondern auch direkt an die Patienten versendet.

Privater Einzelversand

Seit 2021 besteht für Privatpersonen die Möglichkeit, eine private Einzelbestellung durchzuführen.

Einsatzbereiche

  • Im Falle einer Verkehrskontrolle wird die Rechtmäßigkeit der Medikamenteneinnahme belegt
  • Schutz vor weitergehenden Ermittlungen oder Maßnahmen auf Seite von Strafverfolgungs- und Führerscheinbehörden
  • Nicht gewollte Medikamentenumstellungen werden vermieden (Ersatzverschreibung bei mitbehandelnden Ärzten)

Studie zur Wirksamkeit des ADHS-Ausweises

Anfang 2026 wurde von Forschern der Hochschule Fresenius in Frankfurt am Main eine Studie zur Wirksamkeit des Ausweises in polizeilichen Kontrollsituationen veröffentlicht.[2] durchgeführt. Dabei erwies sich der ADHS-Ausweis in allen geprüften Domänen als wirksam, da das Kontrollverhalten der 73 teilnehmenden Beamten signifikant zu Gunsten der Patienten beeinflusst werden konnte. Nach den Ergebnissen reduziert der Ausweis empirisch das Risiko von Beschlagnahmung der Medikamente und weiterer Kontrollmaßnahmen. Daneben erhöhen sich Glaubwürdigkeitseinschätzung sowie die Einschätzung, dass es sich bei der untersuchten Person um einen Patienten handelt, während sich der Verdacht auf Medikamentenhandel signifikant reduziert.

Zahlen

  • Im Jahr 2022 wurden monatlich rund 3000 Ausweise versendet.
  • Das Projekt pflegt innerhalb des deutschsprachigen Raums Partnerschaften mit rund 2000 Facharztpraxen und 250 Kliniken.

Wissenschaftliche Publikationen

Siehe auch

Deutsch

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Einzelnachweise